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Pflegedokumentation: Laumann wirbt für Projekt zur Reduzierung der Pflegedokumentation

Seit dem 4. Juli liegt der Beschluss der Selbstverwaltung vor, dass die Ergebnisse aus dem Projekt zur Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation mit den bestehenden Gesetzen, Verträgen und Qualitätsprüfungsinhalten zu vereinbaren sind. Das Projekt kann damit in die Umsetzungsphase gehen.

Wie diese konkret ausgestaltet werden kann, erläuterte der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, jetzt im Rahmen eines vom Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) in Hannover organisierten Erfahrungsaustausches.

Ziel: 25 Prozent der Einrichtungen sollen in den nächsten zwei Jahren auf die neue Pflegedokumentation umstellen

Erklärtes Ziel des Staatssekretärs ist es, in den kommenden zwei Jahren eine Beteiligungsquote von 25 Prozent aller Pflegeeinrichtungen zu erreichen, die auf die neue Pflegedokumentation umgestellt haben. Damit dies gelingen kann, wird er spätestens ab Januar 2015 ein Projektbüro in Berlin ausstatten, das von Pflegeeinrichtungen konsultiert werden kann, wenn Fragen zur Umsetzung aufkommen. „Ich sehe eine Chance, dass wir die Umsetzung hinbekommen, denn alle Akteure ziehen an einem Strang“, bewertet Laumann die Aussichten seines Vorhabens.

Trägerverbände müssen Schulungsangebot bereitstellen

Dies bestätigten im folgenden Gespräch unter anderem die Vertreter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen Niedersachsens (MDK): „Wir tun alles, um den Umsetzungsprozess zu beflügeln“, sagte dessen Geschäftsführer Carsten Cohrs. Auch Jürgen Kirchberg, Referatsleiter Pflege im Niedersächsischen Sozialministerium, äußerte sich in diesem Sinne.

„In der Hand haben es nun aber vor allem die Trägerverbände und diejenigen, die die Einrichtungen führen“, appellierte Laumann, sich mit dem Projekt zu befassen. Die Rolle der Trägerverbände sieht der Staatssekretär vor allem darin, den Einrichtungen ein Schulungsangebot zu unterbreiten. Das Ministerium wird diese dabei unterstützen. Deutlich wurde auch, dass die beteiligten Dienste und Einrichtungen als Voraussetzungen für den Erfolg der neuen Dokumentation die zeitnahe Bereitstellung der Umsetzungsstrukturen durch den Bund und die Gewährleistung der Steuerung in den Ländern sehen.

Der Beitrag ist von Herrn Michael Schulz von sc-Newsletter zur Verfügung gestellt worden.

Kategorie: News | Tags: ,

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