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Pflegedokumentation: „Es kommt jetzt darauf an, dass die Einrichtungen sich trauen, die Vereinfachungen umzusetzen“

Berlin (scp) – Die Entlastung der Mitarbeiter in der ambulanten und stationären Altenpflege von zu hohen Dokumentationsanforderungen kann nur mit gemeinsamen Anstrengungen der Träger und der Aufsichtsbehörden gelingen. Darin waren sich nach einem Spitzengespräch in München u.a. Vertreter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) und des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) mit dem Bevollmächtigten der Bundesregierung für Pflege, Karl-Josef Laumann, einig.

Laumann bekräftigte dabei sein Ziel, in den nächsten zwei Jahren ein Viertel aller Pflegedienste und Heime in Deutschland für eine verschlankte Pflegedokumentation zu gewinnen: „Ich habe veranlasst, dass im August ein konkreter Leitfaden für die Schulung kommen wird“. Die Pflegenden sollen außerdem durch ein Projektbüro in Berlin unterstützt werden, das spätestens ab Januar 2015 bei Fragen zur Umsetzung der neuen Dokumentationssysteme helfen soll.

Zustimmung für die Verschlankung der Pflegedokumentation kommt von zahlreichen MDKen. Bei einem Gespräch mit dem MDK Nord sagte Laumann: „Es kommt jetzt darauf an, dass die Einrichtungen in der Fläche sich trauen, die Vereinfachungen umzusetzen“.

In Weimar sagte Laumann im Austausch mit den MDKen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: „Unnötige Bürokratie ist einer der größten Motivations-Killer für unsere Pflegekräfte. Überflüssige Dokumentationspflichten rauben ihnen viel Zeit“. Seitens des MDK war man sich einig: „Die in der neuen Pflegedokumentation enthaltenen Informationen reichen aus, um die Qualitätsprüfungen des MDK durchzuführen“.

Auch in Düsseldorf unterstützt der MDK Nordrhein „ausdrücklich die Initiative von Staatssekretär Laumann, überflüssige Bürokratie abzubauen. Mit dem vorgestellten Modell kann die Pflege und Betreuung ambulant und in stationären Einrichtungen ohne Abstriche sichergestellt werden“, heißt es seitens des dortigen MDK.

In Münster wird vom MDK Westfalen-Lippe ergänzt: „Die jetzt gefundene Lösung für eine schlanke und „bürokratiearme“ Pflegedokumentation ermöglicht es, die professionelle Pflege auf einem anerkannten fachlichen Niveau zu verbessern. Sie bezieht außerdem die Sichtweise und Wünsche der Pflegebedürftigen in die Planung und Durchführung der Pflege mit ein“.

Artikel lesen: Abschlussbericht und Anlage zum Praxistest „Pflegedokumentation“

Der Beitrag ist von Herrn Michael Schulz von sc-Newsletter zur Verfügung gestellt worden.

Kategorie: News | Tags: , ,

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