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Robotik in der Gesundheitswirtschaft – auch für die Pflege?

Japan und Korea sind Vorreiter bei der innovativen Robotik. Schon lange arbeiten beide Länder daran, die Gesundheitsversorgung durch robotische Systeme zu verbessern. Eingesetzt werden können diese in Krankenhäusern, der Rehabilitation, zur Unterstützung des eigenständigen Lebens in der Häuslichkeit sowie zur Arbeitserleichterung und Entlastung in der Altenpflege.

Studie zu robotischen Systemen in der Gesundheitsversorgung

In einer Studie hat die Stiftung Münch mit Blick auf die Entwicklungen in Japan und Korea untersucht, wie die Potenziale robotischer Systeme für die Gesundheitsversorgung gehoben und in Zukunft genutzt werden können. Bisher kommen sie nur selten zum Einsatz, am ehesten noch in der neurologischen Rehabilitation und bei minimal-invasiven Operationsverfahren. Entlastung bringen könnten sie jedoch besonders bei körperlich belastenden Tätigkeiten und in der Logistik.

Potenziale der Robotik nutzen

Bis dahin ist es noch ein langer Weg, der gesetzlich und rechtlich gesichert sowie mit umsetzbaren Finanzierungsmodellen unterfüttert werden muss. Robotische Systeme zum Nutzen der Patienten müssen zudem auch vom Personal verstanden werden und erfordern deshalb passende Qualifizierungsmaßnahmen sowie die Erschaffung neuer Berufsbilder.

Roboter in der Pflege?

„Insbesondere die Pflegerobotik kann perspektivisch ein wichtiger Baustein werden, die physischen und auch bürokratischen Belastungen der Pflegekräfte zu minimieren und so diesen für das Gesundheitswesen eminent wichtigen Beruf wieder attraktiver machen. Sie soll die Pflegekräfte nicht ersetzen, sondern diesen idealerweise mehr Zeit für die menschliche Zuwendung ermöglichen“, sagt Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Münch.

Die Studie wurde unter der Federführung von Professor Barbara Klein (Frankfurt University of Applied Sciences) und Dr. Birgit Graf (Fraunhofer IPA, Stuttgart) durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in einem Buch veröffentlicht, das am 15. Dezember 2017 im medhochzwei-Verlag erschienen ist.

Weitere Informationen auf www.stiftung-muench.org

Über die Stiftung Münch: Die Stiftung Münch wurde 2014 von Eugen Münch ins Leben gerufen. Das Stiftungsziel ist es, trotz einer alternden Gesellschaft weiterhin allen Menschen den Zugang zu nicht rationierter Medizin zu ermöglichen. Als Grundlage dient das von Eugen Münch entwickelte Konzept der Netzwerkmedizin. Die Stiftung unterstützt Wissenschaft, Forschung und praxisnahe Arbeiten in der Gesundheitswirtschaft und fördert den nationalen und internationalen Austausch. Sie arbeitet unabhängig und stellt ihr Wissen öffentlich zur Verfügung.

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