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Praxisanleitung im Funktionsdienst

Krankenschwester legt Zugang am Oberarm einer Patientin © Kzenon / Fotolia

Berlin, 08.01.2018: Funktionsdienste finden in Krankenhäusern oder anderen Gesundheitseinrichtungen in Bereichen wie der Notaufnahme, dem OP, auf Intensivstationen oder in Endoskopieabteilungen statt. Sie sind von zentraler Bedeutung für Diagnostik und Therapie und werden darüber hinaus den Hochrisikobereichen zugeordnet.

Fachkräfte in Funktionsdiensten müssen ein hohes Maß an Kompetenz, Einsatzbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit aufweisen, um die größtmögliche Patientensicherheit sowie einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Faktoren, wie Inkompetenz, eine schlechte Kommunikation, mangelnde Teamfähigkeit oder gar Fehler sind in diesem Bereich besonders gravierend und häufig nicht nur mit ungenügenden Versorgungsergebnissen, sondern auch mit einem hohen Haftungsrisiko und Imageverlusten für das betroffene Unternehmen verbunden.

Die schnelle Taktung der Abläufe führt verbunden mit einer unzureichenden Pflegepersonalbemessung in Funktionsdiensten seit längerem dazu, dass nicht ausreichend Zeit für die begleitete Einarbeitung und praktische Anleitung verbleibt.

Positionspapier des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK)

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat nun vor diesem Hintergrund und angesichts der laufenden Pflegeberufereform ein Positionspapier verfasst, in dem deutliche Verbesserungen für die Praxisanleitung in Funktionsbereichen gefordert werden.

„Die in der Ausbildung vermittelte Pflegekompetenz ist die Grundlage fachlicher Expertise, eine darauf aufbauende Fachweiterbildung erweitert die persönlichen, sozialen, methodischen und fachlichen Kompetenzen. Die Kombination beider Komponenten ist gerade im Funktionsdienst von immenser Bedeutung. Dementsprechend bedeutsam ist die Arbeit und Rolle von Praxisanleitenden in diesem Bereich, auch vor dem Hintergrund der Patientensicherheit, der Berufsattraktivität und der Bindung der dringend benötigten Fachkräfte“, stellen die Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Pflege im Funktionsdienst fest.

Sie fordern rechtlich verbindliche Regelungen für

  • die Durchführung der praktischen Anleitung aller Aus- und Weiterzubildenden im Funktionsdienst durch fachweitergebildete Praxisanleiter und -innen in der Pflege
  • eine festgelegte Praxisanleitenden-Quote für die Anleitung im Funktionsdienst
  • die Freistellung für die Anleitungsplanung, -vorbereitung, -durchführung, -nachbereitung und -beurteilung aller Anzuleitenden im Funktionsdienst
  • zeitliche Ressourcen für die fachliche und pädagogische Wissensaneignung und Aktualisierung, den anschließenden Wissenstransfer in die Praxis sowie für zusätzliche Aufgaben

und  darüber hinaus

  • eine höhere Vergütung für Praxisanleiter/-innen sowie
  • eine Berücksichtigung der Anleitungskosten in der Krankenhausfinanzierung.

Das Positionspapier zur Bedeutung und Situation der Praxisanleitung im pflegerischen Funktionsdienst ist als Download unter https://www.dbfk.de/media/docs/expertengruppen/pflege-im-funktionsdienst/Position-BAG-Funktionsdienst-Praxisanleitungsquote-2017-12-12.pdf abzurufen. Die enthaltenen Forderungen richten sich gleichermaßen an die Politik sowie an Unternehmensleitungen, Vorgesetzte in den Funktionsdiensten und an Tarifpartner.

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)

Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

Tel.: 030-2191570

Fax: 030-21915777

dbfk@dbfk.de

www.dbfk.de

Kategorie: News | Tags: , , , , ,

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