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Deutscher Pflegetag 2019: Gepflegt in die Zukunft – JETZT!

„Gepflegt in die Zukunft – JETZT!“ – das ist das Motto des Deutschen Pflegetags, der vom 14. bis 16. März 2019 in Berlin stattfindet.  Dauerhaft sollen auf Deutschlands zentralem Branchenkongress die Weichen gestellt werden, damit die Qualität der Pflege und die Attraktivität des Pflegeberufs besser werden.

Pflege – ein Beruf mit Zukunft?

Bereits im Vorfeld trafen bei einem Austausch der Schlüterschen Verlagsgesellschaft in Hannover am 7. März 2019 hochkarätige Kenner der Branche zusammen: Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Nora Wehrstedt, die stellvertretende Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen, und Jens Wackerhagen, OP-Pfleger und Extremsportler. Sie waren sich in einer Sache einig: Jeder muss sich bewegen, damit die Zukunft der Pflege gesichert werden kann!

Zehntausende Stellen in der Pflege sind derzeit in Deutschland unbesetzt – und der Bedarf in der Pflege wächst, wie kaum ein anderer im Gesundheitswesen. Derzeit fühlen sich Pflegekräfte durch den knappen Personalstand oft überfordert, klagen über mangelnde Wertschätzung und unangemessene Bezahlung. Nichtsdestotrotz ist die Pflege eine Beruf mit Zukunft.

Studie: „Arbeitgeberattraktivität der Pflege“

Erste Zahlen aus der Studie „Arbeitgeberattraktivität der Pflege“, die in Kürze veröffentlicht werden wird, beweisen: Nur als befriedigend empfunden wird im Schnitt die Arbeitgeberattraktivität. 66 Prozent der Befragten bemängeln das Ausfallmanagement. Als weitere Kriterien für einen attraktiven Arbeitgeber geben sie Teamklima, Wertschätzung durch den Vorgesetzten und die fachliche Weiterbildung an. Wichtig ist den Teilnehmern an der Befragung auch die Vergabe unbefristeter Arbeitsverträge sowie ein schneller Rückmeldeprozess bei Bewerbungen.

Konzertierte Aktion Pflege der Bundesregierung

Viele Konzepte sind derzeit im Gespräch, um dem Personalmangel in der Pflege beizukommen. Die initiierenden Bundesministerien der Konzertierten Aktion Pflege möchten den Arbeitsalltag und die Arbeitsbedingungen von Pflegefachkräften nachhaltig verbessern sowie die Ausbildung in der Pflege stärken.

„Mehr Kollegen, mehr Zeit, mehr Anerkennung – das ist die einfache Formel zum Win-Win für alle“, fasste es Staatssekretär Andreas Westerfellhaus in Hannover zusammen. Die ersten Maßnahmen liefen bereits. Eine nachhaltige Wirkung könne aber erst erzielt werden, wenn Pflegekräfte auch künftig und langfristig ihren erlernten Beruf zufrieden ausüben könnten. Doch speziell in kleinen und mittleren Pflegeeinrichtungen seien Verbesserungen im laufenden Betrieb schwierig umzusetzen. „Die Erwartungen an die Konzertierte Aktion Pflege sind gewaltig. Wir dürfen sie nicht enttäuschen. Deshalb ist es wichtig, dass wir im Sommer spürbare und verbindliche Maßnahmen auf den Weg bringen.“

Beispiel Niedersachsen: Mehr Selbstbewusstsein für die Pflege

In Niedersachsen beträgt der Altersdurchschnitt aller Pflegefachpersonen 45 Jahre. Am stärksten vertreten ist die Altersgruppe der über 50-Jährigen mit knapp 38 Prozent. „Wir können kurz gemeinsam darüber nachdenken, was das in circa 15 Jahren bedeutet“, sagte Nora Wehrstedt von der Landespflegekammer. Für sie ist das Selbstbewusstsein der Pflege entscheidend: „Wir Pflegefachpersonen kümmern uns eben nicht nur um Ausscheidungen und Körperpflege. Wir organisieren den gesamten Tagesablauf der Patienten und Bewohner, wir planen die Pflege rund um die Uhr, an sieben Tagen der Woche, 365 Tage im Jahr.“ Gute Pflege nehme aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit in die tägliche Arbeit. Sie zeichne sich durch abwechslungsreiche Tätigkeiten aus, biete intensiven Kontakt zu Menschen, krisensichere Arbeitsplätze  und bereichernde Teamarbeit. „Wenn dann auch noch die Arbeitsbedingungen stimmen, Dienst- und Freizeitphasen verlässlich werden und sich auch die Einkommensstruktur deutlich verbessert, werden sich wieder mehr Menschen für diesen faszinierenden Beruf entscheiden“, sagte Wehrstedt.

Mit Leib und Seele für die Pflege: „Jens rennt“

Der Pflege mit Haut und Haar verschrieben hat sich Jens Wackerhagen. Seine Freizeit verbringt der OP-Pfleger aus Hannover mit Laufsport und sammelt auf internationalen Extremläufen Sponsoren- und Spendengelder für sein Charity-Projekt „Jens rennt“, das Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten notwendige Operationen in Deutschland möglich macht. Nun will er ein Zeichen setzen, um auf die Situation in der Pflege aufmerksam zu machen.

Am 14. März 2019 startet er zum Auftakt des Deutschen Pflegetags einen 300-Kilometer-Lauf nach Hannover, den er im Laufe des Kongresses beenden will. In rund 50 Stunden möchte er damit einen siebenfachen Marathon laufen: „Ich laufe für die Pflege, weil es ein geiler Job ist. Ich laufe, damit es für uns gemeinsam in der Pflege besser läuft!“, sagte Wackerhagen. „Ich bin noch nie eine Strecke mit solch einem hohen Asphaltanteil gelaufen. Das wird für meine Muskulatur und vor allem meinen Kopf eine harte Aufgabe werden.“

Auf den Social-Media-Kanälen des Deutschen Pflegetags und der Schlüterschen wird sein Lauf live begleitet. Von Berlin geht es über Potsdam, Brandenburg, Helmstadt, Braunschweig, Peine und Lehrte bis nach Hannover. Der Lauf symbolisiert, dass Bewegung nötig ist, um die Pflegesituation zu verbessern. Alle Beteiligten und Entscheider müssen zusammen tätig werden, um die Pflege langfristig zu sichern.

Über den Deutschen Pflegetag

Der Deutsche Pflegetag ist eine Veranstaltung des Deutschen Pflegerats e.V. und der Schlüterschen Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG und gilt als die zentrale Veranstaltung für die Pflege in Deutschland. Hier gestalten Experten und Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Pflege und Gesellschaft die Zukunft der Pflege. Das vollständige Programm gibt es unter deutscher-pflegetag.de.

Quelle: Deutscher Pflegetag

Kategorie: News | Tags: , , , , , , , , , ,

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