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Mehr Gehalt für Pflegende im öffentlichen Dienst

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) befürwortet die am Samstag, den 2. März 2019 erzielte Tarifeinigung für den öffentlichen Dienst der Länder. Diese beinhaltet Gehaltszuwächse von ca. 8 Prozent in drei Stufen bei einer Laufzeit von 33 Monaten und rückwirkend ab 1. Januar 2019. Pflegekräfte erhalten zusätzlich 120 Euro pro Monat.

„Überfälliges Signal der Anerkennung an die beruflich Pflegenden“

„Das ist zwar ein überfälliges Signal der Anerkennung an die beruflich Pflegenden, in der Höhe aber nicht spektakulär. Die sozialen Berufe haben, was das Gehaltsniveau angeht, noch immer viel aufzuholen, und in etlichen Industriebranchen sind vergleichbare Tarifabschlüsse in den letzten Jahren deutlich höher ausgefallen“, sagt DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein. Die Zugeständnisse der Arbeitgeberseite seien in erster Linie dem immensen Fachkräftemangel in der Pflege geschuldet. Ohne einen deutlichen Zuwachs in der Lohntüte hätten die Pflegeberufe noch mehr an Attraktivität eingebüßt, das könne sich eine alternde Gesellschaft auf gar keinen Fall leisten. Mehr Gehalt allein werde jedoch keine qualifizierte Pflegefachperson an ihren Arbeitsplatz binden oder in ihren Beruf zurückholen.

„Dreh- und Angelpunkt und deutlich verbesserungswürdig bleiben weiterhin die spürbare Arbeitsbelastung in der Pflege, der tägliche Umgang mit den Fachkräften und die Unternehmenskultur, die Qualität und Nachhaltigkeit der Ausbildung, die Durchsetzung geltenden Arbeitsrechts sowie die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf“, sagt die DBfK-Präsidentin. Dass Betriebe außerhalb des öffentlichen Dienstes bei ihren Gehältern für Pflegende jetzt schnellstens nachziehen und sich dabei mindestens an dem neuen Tarifabschluss orientieren sollten, müsse selbstverständlich sein. Angesichts des bevorstehenden Weltfrauentags und des Lohnrückstands der Frauenberufe dürfe gern auch noch etwas draufgelegt werden.

Quelle: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)

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