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Gute Löhne für Pflegekräfte gefordert

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) begrüßt den Kabinettsbeschluss des „Pflegelöhneverbesserungsgesetzes“ vom 19. Juni, mit dem bessere Gehälter in den Pflegeberufen möglich gemacht werden sollen.

Wertschätzung zeigt sich auch in Lohntüte

„Wertschätzung und Anerkennung der im Beruf erbrachten Leistung schlägt sich nicht nur, aber eben auch in der Lohntüte nieder. Damit die Pflege als berufliche Option in Zeiten des Fachkräftemangels attraktiv genug bleibt, müssen Vergütung ebenso wie Arbeitsbedingungen erheblich verbessert werden. Das gilt in besonderem Maße für die Altenpflege,“ fordert DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein.

Pflegende derzeit Verlierer im System

Obwohl in Deutschland die Gesundheitswirtschaft seit Jahren boome und hier viel Geld verdient werde, seien viele Pflegende die Verlierer im System geblieben. Je geringer die Tarifbindung im Versorgungssektor, umso bescheidener sei das Lohnniveau gewesen. Pflegefachpersonen müssten aber wie alle Arbeitnehmer/innen ihren Lebensunterhalt bestreiten, Miete zahlen, Urlaub finanzieren und fürs Alter vorsorgen.

Bienstein stellt außerdem fest, dass Lohnsteigerungen oft vermieden wurden mit der Begründung, dass allein die Pflegebedürftigen dies über höhere Eigenanteile finanzieren müssten. Sie hält dieses Argument für ein „Armutszeugnis“ und mitverantwortlich dafür, dass der Fachkräftemangel in der Pflege seit Jahren fortschreitet. „Wir fordern, dass sich die Bundesregierung auch durch massive Widerstände der Arbeitgeberseite nicht von ihrem gesteckten Ziel abbringen lässt und die Finanzierung höherer Löhne sicherstellt“, so die DBfK-Präsidentin. Pflege sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Zum Hintergrund des Gesetzesentwurfs

Als ein Resultat der Konzertierten Aktion Pflege hat das Kabinett am 19. Juni einen Gesetzentwurf verabschiedet, der über zwei Wege zu einer besseren Bezahlung von Pflegekräften führen soll: entweder über einen Flächentarifvertrag oder über höhere Lohnuntergrenzen. Besonders das Lohnniveau in der Altenpflege soll gesteigert werden, wo oft noch immer deutlich weniger verdient wird als in der Krankenpflege.

Quelle: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)

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